Annies Pflegedienst Inh. Annemarie Przybilla - Logo
Pflege, wie du selbst gepflegt werden willst!

Konzept der Pflege „DER MENSCH STEHT IM MITTELPUNKT"

Seit seiner Gründung hat sich der Annies Pflegedienst die medizinische Versorgung und Betreuung pflegebedürftiger Menschen in ihrer häuslichen Umgebung zur Aufgabe gemacht. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, sind wir Vertragspartner der Kranken- und Pflegekassen.

Darüber hinaus bieten wir Privatleistungen (z. B. Spaziergänge, Begleitung bei Arztbesuchen, Einkäufe, hauswirtschaftliche Versorgung, u.v.m.) an. Es ist unser Anliegen, das Verbleiben in der gewohnten Umgebung so lange wie möglich sicher und angenehm zu gestalten.

Dazu reicht unser Angebot (Vermittlung) von Hausnotrufgeräten der Johanniter Hausnotrufsystem über die Empfehlung des Menübringdienst sowie die Unterstützung im hauswirtschaftlichen Bereich (z. B. auch, wenn die Mutter von kleinen Kindern ins Krankenhaus muss) bis hin zu medizinisch hochqualifizierter Behandlungspflege, für die wir mit dem behandelnden Arzt eng zusammenarbeiten, um einen Krankenhausaufenthalt zu vermeiden oder zu verkürzen oder die Nachsorge bei ambulanten Operationen, sicherzustellen.

Pflegemodell 1

Wir lehnen unsere Pflege an das Modell der ganzheitlichen rehabilitierenden Prozesspflege von Monika Krohwinkel an.

Dieses Modell bezieht die Bezugspersonen des pflegebedürftigen Menschen mit ein. Es definiert konkrete Ziele und es werden auf die jeweilige Pflegesituation individuelle Hilfeleistungen bestimmt.

Das Modell umfasst folgende Aufgaben und Verantwortungsbereiche der Pflege:

  • die direkte Pflege in den Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens (AEDL) unter Anwendung der Pflegeprozessschritte Erfassen, Planen, Durchführen und Evaluieren
  • die patientenorientierte Arbeitsorganisation und der patientenorientierte Ressourceneinsatz
  • Pflegedokumentation entsprechend des Pflegeprozesses
  • Mitarbeit bei ärztlicher Diagnostik und Therapie
  • Koordination und Kooperation

Diese werden von uns entsprechend wahrgenommen. Das Menschenbild dieses Modells liegt unserem Pflegeleitbild zugrunde.

Organisation der Pflege/Pflegesystem

Unser Einzugsgebiet

  • Umfasst das Gebiet Schöningen und Umgebung.
  • Um eine ortsnahe Versorgung zu gewährleisten, haben wir unseren Teamstützpunkt in Schöningen.
  • Der Sitz der Verwaltung ist in der Bismarckstraße 3, 38364 Schöningen.

Erreichbarkeit

  • Fragen können jederzeit telefonisch unter der Rufnummer 05352 / 5364515 besprochen werden. Auch für Notfälle ist diese Nummer erreichbar.
  • Unser Büro ist Montag bis Freitag von 8.00 bis 16.00 Uhr mit der PDL oder stellv. PDL besetzt. Somit wird einer effizienten und koordinierten Pflegeorganisation und Beratung Rechnung getragen.

Mitarbeiterbezogen

  • Alle Aufgaben-und Verantwortungsbereiche sind klar geregelt und transparent.
  • Wir praktizieren einen kooperativen Führungsstil.
  • Wir beraten die Mitarbeiter fachlich und führen regelmäßig individuelle Mitarbeitergespräche durch.
  • Wir fördern das Fachwissen durch Fortbildung und Fachliteratur.
  • Wir arbeiten neue Mitarbeiter fachgerecht und kompetent nach einem eigens dafür entwickelten Konzept ein.

Patientenbezogen

  • Wir sind telefonisch rund um die Uhr persönlich zu erreichen.
  • Wir bieten unsere Dienstleistung zu allen Tagen und allen Zeiten in der Wohnung der Patienten auf den jeweiligen Bedarf zugeschnitten an.
  • Wir klären die individuellen Rahmenbedingungen (Kostenträger, Versorgungsstruktur, usw.) unbürokratisch und zügig.
  • Wir vereinbaren die Pflegetermine unter Berücksichtigung der persönlich zugeschnittenen Erfordernisse.
  • Unsere Pflege entspricht den aktuellen fachlichen Erkenntnissen und ist darauf ausgerichtet, das Wohlbefinden der Patienten zu stabilisieren bzw. wiederherzustellen. Dies gilt insbesondere in Krisensituationen (Sterben, Trauer, Behinderung).
  • Wir achten die Privatsphäre der Patienten und suchen die Zusammenarbeit mit Bezugspersonen, wenn der Patient dies wünscht.
  • Wir arbeiten dazu eng mit anderen Berufsgruppen (Hausärzten, Krankengymnastik, etc.) zusammen.
  • Unsere Abrechnungen sind verständlich und korrekt.

Pflegeprozess

Der Erhalt oder die Wiedererlangung der Unabhängigkeit unseres Kunden liegt unserer Pflegephilosophie zugrunde und ist Ziel unserer aktivierenden und professionellen Pflege, die achtsam und respektvoll ausgeführt wird.

Die Pflegeplanung aktualisieren wir regelmäßig und passen sie den Erfordernissen an. Unsere Pflegemaßnahmen werden auf der Basis von Pflegestandards erbracht, welche regelmäßig überarbeitet werden.

Der Pflegeprozess ist eine systematische Abfolge von Schritten, die der Ausführung der Pflege zugrunde liegt. Er berücksichtigt die individuelle Situation des Patienten und ermöglicht somit eine zielgerechte pflegerische Arbeitsweise, um den individuellen Bedürfnissen des Patienten gerecht zu werden.

Unser Pflegeprozess ist in folgende Schritte unterteilt:

Informationssammlung

Die Informationssammlung, auch Pflegeanamnese genannt, erfolgt bei der Aufnahme. Sie ermöglicht eine pflegerische Einschätzung des Patienten in Bezug auf Möglichkeiten und Umfang der Selbstversorgung und dem daraus resultierenden pflegerischen Bedarf.

Die Daten können auf unterschiedliche Weise gewonnen werden: entweder direkt durch Beobachtung der Pflegekraft und durch das Gespräch mit dem Patienten oder indirekt durch andere, bisher an der Pflege beteiligte Personen wie Arzt oder Pfleger/ innen im Krankenhaus.

Man unterscheidet objektive Daten, die messbar sind, wie z. B. Gewicht, Blutzuckerwert, Flüssigkeitsbilanz, Vitalkapazität oder subjektive Daten, worunter Informationen zu verstehen sind, die aufgrund von Rückschlüssen aus Aussagen des Patienten gewonnen werden, z. B. die Äußerung von ängsten bzw. die Beschreibung von Schmerzen.

Erkennen von Problemen und Ressourcen des Patienten

Im zweiten Schritt des Pflegeprozesses werden die gewonnenen Informationen analysiert und in Bezug auf den Pflegebedarf des Patienten ausgewertet.

Die Datenanalyse sollte vor dem Hintergrund folgender Fragen erstellt werden:

  • Welches Problem liegt vor?
  • Wie äußert es sich?
  • Wie ist es entstanden?
  • Welche Ressourcen sind vorhanden?
  • Ist das Problem aktuell, verdeckt oder potenziell?

Festlegung der Pflegeziele und Planung der Maßnahmen

Die aufgrund der Informationssammlung und des Erkennens von Problemen und Ressourcen des Patienten erstellte Pflegediagnose dient als Grundlage für die Erstellung einzelner Pflegeziele, die je nach zeitlichem Bezug und Überprüfung des Pflegefortschritts in Nah- und Fernziele unterteilt werden.

Folgende Anforderungen werden an die Formulierung von Pflegezielen gestellt:

  • Präzise Formulierung: "Herr XY kann sich das Gesicht selbst waschen."
  • Messbarkeit: Zeitangabe, Mengenangabe, Ortsangabe: wann, wie viel, wo
  • Verständlichkeit: das Pflegeziel muss für alle an der Pflege Beteiligten verständlich und nachvollziehbar sein. Die Ausführung der Maßnahmen muss genau formuliert werden, in Bezug darauf, ob, wann, wo und wie häufig die entsprechende Maßnahme durchgeführt werden muss.
  • Erreichbarkeit: Wer von den an der Pflege beteiligten Personen und Angehörigen ist wann wie zu erreichen?
  • Überprüfbarkeit: Wurde(n) die Maßnahme(n) durchgeführt und von wem?

Durchführung der Pflege

Unser auf Individualpflegeplanung ausgerichtetes Pflegemodell orientiert sich an den Aktivitäten des täglichen Lebens des Patienten und liegt unseren Pflegeleistungen zugrunde. Wir achten darauf, dass die geplanten Pflegemaßnahmen wirklich dazu beitragen, das angestrebte Pflegeziel zu erreichen und überprüfen sorgfältig, ob diese stets mit dem aktuellen Pflegeproblem übereinstimmen.

Evaluation

Die Auswertung der Pflege ist der letzte Schritt im Pflegeprozess. Sie dient der Beurteilung der geleisteten Pflege und untersucht, ob die angewandten Pflegemaßnahmen zur Zielerreichung geführt haben. Folgende Bewertungen sind möglich:

  • Alle Pflegeziele sind erreicht und die Pflege ist abgeschlossen.
  • Es konnten einige Ziele erreicht werden.
  • Keines der geplanten Ziele konnte erreicht werden.
  • Bestehende Probleme sind bei der Planung nicht ausreichend berücksichtigt worden.
  • Es sind neue Probleme aufgetreten.

Die Phasen 1 bis 5 beziehen sich aufeinander und bauen aufeinander auf.

Nach der Evaluation der Pflege ist es nicht immer notwendig, erneut mit dem ersten Schritt des Pflegeprozesses zu beginnen. Es muss vielmehr im Einzelfall entschieden werden, auf welchen Schritt des Pflegeprozesses Bezug genommen werden muss, um eine erneute Pflegeplanung vornehmen zu können.

  • Wir verstehen den Pflegeprozess als Problemlösungs- und Beziehungsprozess.
  • Wir weisen auf Fortschritte hin, gehen auf Ängste ein, ermutigen, leiten an und beraten, zeigen Fähigkeiten und Möglichkeiten auf und besprechen alle Entwicklungen.
  • Der Pflegeprozess beginnt mit der Aufnahme der Patienten und endet mit dem Ende des Pflegeauftrages.

Innerbetriebliche Kommunikation

Fragen und Zwischenfälle, die sich während der Dienstausübung ergeben, werden sofort über das Diensthandy mit der Pflegedienstleitung bzw. Stellvertretung oder Bezugspflegefachkraft besprochen. Alle Veränderungen oder Abweichungen vom normalen Dienstablauf und Arbeitsaufträge bzw. wichtige Informationen für die nächste Schicht halten wir in einem Dienstübergabebuch fest.

Jeden Monat findet eine zweistündige Dienstbesprechung mit allen im Dienst befindlichen Mitarbeitern statt. Das Protokoll wird im Umlaufverfahren von allen gelesen und gegengezeichnet.

Qualitätssicherungssystem

Der Pflegedienst lehnt sich in seiner Qualitätspolitik an ein Qualitätsmanagementsystem nach der DIN ISO 9000:2014 an.

Hierzu halten wir ein einrichtungsbezogenes Qualitätshandbuch auf der Grundlage der Qualitätsprüfungs-Richtlinien (QPR) - Stand November 2017 - vor. Das Handbuch enthält alle Verfahrensregelungen zur internen Qualitätssicherung.

Externe Qualitätszirkel werden derzeit in erreichbarer Umgebung nicht angeboten.

Wir nehmen aber an den überregionalen Veranstaltungen unseres Berufsverbandes teil. Eine Zertifizierung wird nicht angestrebt.

Um den Anforderungen dieses Systems gerecht zu werden, wird das Qualitätsmanagement durch einen externen Anbieter betreut. „Die Pflegedienstberater" wurden beauftragt, um in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung und unter Beteiligung aller Mitarbeiter das Qualitätsmanagementsystem zu installieren und auf ständige Verbesserung der Leistungen für unsere Kunden hinzuwirken.

Leistungsbeschreibung

Die Einrichtung bietet Betreuungs- und Entlastungsleistungen der häuslichen Krankenpflege und Leistungen der Pflegeversicherung, gemäß den jeweils aktuellen gültigen Verträgen mit den Kranken-und Pflegekassen an.

Das Angebot einer ganzheitlich geplanten Pflege richtet sich an hilfs- und pflegebedürftige, kranke, behinderte Erwachsene und ältere Menschen.

Es umfasst:
  • die Ausführung von ärztlichen Verordnungen gem. den Richtlinien nach § 92 SGB V für häusliche Krankenpflege, z. B. Injektionen, Verbandswechsel
  • Anleitung und Beratung von Patienten und Bezugspersonen in der häuslichen Pflege
  • Hilfe bei Körperpflege, Mobilität, Ausscheidung und Ernährung entsprechend den Leistungskomplexen der Pflegeversicherung
  • Hilfe bei hauswirtschaftlichen Arbeiten entsprechend den Leistungskomplexen der Pflegeversicherung
  • Betreuung und Begleitung sterbender Menschen und ihrer Angehörigen, auch Tag- und Nachtwachen
  • Vermittlung von Pflegehilfsmitteln
  • Vermittlung von Helfern, z. B. für Einkäufe, Botengänge, Begleitung bei Spaziergängen
  • Vermittlung ergänzender Dienste, z. B. Essen auf Rädern
  • Koordination der ambulanten Versorgung
  • Hilfe bei der Beantragung von Zuschüssen, z. B. beim Sozialamt
  • ergänzende Hilfsangebote nach individueller Absprache

Kooperation

Als Durchgangsarzt sowie Betriebsarzt ist seit 2017 Herr Dr. med. H. Berndorff, Wilhelm-Külz-Straße 18b, 39108 Magdeburg tätig.

Eine Kooperation besteht seit 2013 mit der St. Barbara Apotheke, Bismarck Straße 1c, 38364 Schöningen. Diese Kooperation besteht ohne vertragliche Bindung.

Eine weitere vertragslose Kooperation besteht seit 2013 mit dem Sanitätshaus Hepner & Schmidt, Heinrich-Jasper-Straße 6, 38364 Schöningen und der Firma Abena GmbH, Lösnitz Mark 23, 06780 Zörbig.

Des Weiteren besteht eine Kooperation mit dem Hausnotruf Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., Ludwig-Winter-Straße 9, 38120 Braunschweig.

Eine vertragsgebundene Kooperation besteht seit 2018 mit der Unternehmensberatung - Die Pflegedienstberater -, Waldweg 4, 35764 Sinn. Eine Kopie des Kooperationsvertrages befindet sich in der Anlage.

Pflegeleitbild

„DER MENSCH STEHT IM MITTELPUNKT"

Wir verstehen ganzheitliche Pflege als Dienstleistung für Menschen, die Unterstützung und fachliche Hilfe im Bereich der häuslichen Alten- und Krankenpflege zur Bewältigung ihrer Lebenssituation benötigen.

Ziel unserer Pflege ist es, die Fähigkeiten und Möglichkeiten der Menschen so zu erhalten und zu fördern, dass sie ihr Leben unter Nutzung aller Selbsthilfepotentiale so unabhängig wie möglich führen und gestalten können, die Zuordnung einer Bezugsperson ermöglicht den pflegebedürftigen Beständigkeit in den Beziehungen und Entwicklung von Vertrauen. Wir beteiligen die Angehörigen aktiv an der Gestaltung der Pflege durch Beratung, Anleitung und Begleitung.

Unsere Mitarbeiter/innen werden entsprechend ihrer Aufgaben und beruflichen Qualifikation kontinuierlich intern und extern fortgebildet. Alle Pflegehandlungen werden daher sach- und fachgerecht ausgeführt und entsprechen dem neuesten Stand pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Wunsch, wie man selbst einmal gepflegt werden möchte, ist Motivation und Leitziel für das Handeln unserer Mitarbeiter/innen.

Die Richtlinien unserer Pflege basieren auf die Pflegetheorie nach Monika Krohwinkel, nach dem Strukturierungsmodell der AEDL's (Aktivitäten und der existentiellen Erfahrungen des Lebens).

Unser Pflegeleitbild soll uns auf dem Weg zur besten Pflegequalität unterstützen und begleiten. Dafür orientieren wir uns an dem Modell der fördernden Prozesspflege nach Monika Krohwinkel. Ihre überlegungen zur Parallelisierung von Lebensprozess und Pflegeprozess bilden die Grundlage für unser Pflegeverständnis:

  • Die Unterstützung des zu Pflegenden bei der Gestaltung seines Alltags steht im Vordergrund.
  • Wir beziehen die Bezugspersonen in den gesamten Pflegeprozess mit ein.
  • Wir ermutigen die Pflegebedürftigen, die Gestaltung der Pflege aktiv mitzubestimmen.
  • Für uns ist der Kunde ein gleichberechtigter Partner im Pflegeprozess.

Wir führen die Pflege ganzheitlich, d. h. unter Beachtung der Gesamtsituation des Pflegekunden durch. Ein wichtiger Bestandteil in der Pflege ist eine aktive Mitbestimmung des Kunden bei der Gestaltung der Pflege, die Einbeziehung von Ressourcen und Förderung von Selbsthilfepotenzialen.

In der letzten Phase des Lebens eines Menschen ist oberstes Gebot in der Pflege ein menschenwürdiges Sterben unter Berücksichtigung der religiösen und kulturellen Bedürfnisse zu ermöglichen.

Alle pflegerischen Tätigkeiten werden nach aktuellen pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen und Anforderungen fachgerecht ausgeführt.

Wir können so eine auf unsere Klienten und ihre Angehörigen individuell zugeschnittene Pflege ermöglichen.